Lebensmittelrecht und warum ich mich aufrege

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Hardy

Lebensmittelrecht und warum ich mich aufrege

Beitrag von Hardy »

Unsere Volksvertreter von der EU haben nun, nachdem endlich wichtige Dinge wie die Bananen- und Gummibärchenverodnung unter Dach und Fach sind, die Länge von Kondomen und Gurken geregelt, die Krümmung der Banane festgelegt, und selbst ein Gesetz über die nicht existierende Seilbahn im geographisch topfebenen Berlin verabschiedet ist, eine neue Idee. Der Europamitgestalter hat sich ein Betätigungsfeld mit langem Zukunftpotetional ausgesucht. Die EU Verordnung über EU Verordnungen rückt einmal mehr ins Licht des Interesses. Es soll rückgeregelt werden! Kann man doch, Du ahnst es, da so richtig den Amtsschimmel wiehern lassen. Damit man aber nicht ganz und gar arbeitslos ist und keine Gefahr besteht sich selbst und sein Spesenkonto wegzuregeln, hat man sich einmal mehr an das geltende Lebensmittelrecht erinnert. So als Nebenkriegsschauplatz - oder etwa um den Sessel recht lange warm zu halten?

Das Lebensmittelrecht erlaubt bisher den Nahrungsmittelherstellern, den verpackten Produkten die Hinzufügung bestimmter Zusatzstoffe. Ja geht's noch? Das schreit ja förmlich nach Regelung!
Wenn in der EU schon die Natur geregelt wird (siehe Bananen - Tomaten und Kürbisse) dann ist es doch nicht mehr als konsequent, dass die nachgeordnete Stufe, nämlich der Lebensmittel herstellende Betrieb geregelt wird. Nicht, dass es noch keine gäbe. Verordnungen für den Produktionsprozess gibt es meiner Meinung nach mehr als genug. Das macht es aber dann auch heikel und trotz der typisch Deutschen (aber auch Englischen) Kontrolleritis tun sich damit mehr Schlupflöcher auf, als man eigentlich schließt. Schließlich ist im Umkehrschluss ja alles erlaubt was nicht geregelt ist. Ganoven (die es da auch gibt) finden immer neue Schlupflöcher. Aber das schreit ja dann auch sofort nach neuerlicher Nachregelung - oder? So gibt es seit ein paar Tagen diese Lasagne mit Rindfleisch, die sich aber tatsächlich als Lasagne mit Pferdefleisch enttarnt. Doch Leute - sind wir doch mal ehrlich, ich esse doch lieber verbotene Rindfleischlasagne vom Pferd als erlaubten Analog-Käse aus dem Chemiebaukasten!

Wie auch immer. Das Schicksal lässt sich nicht aufhalten. Und die EU und ihre Kontroll- und Regulierungsbehörde ist Schicksal. So überlegen heute Verpackungsunternehmen (ich war mal ganz oben in der Hirachie beschäftigt und weiß von was ich rede), wie bekommen wir Verpackung noch schön hin und schaffen dennoch Platz für diese notwendigen Quadratzentimeter, der ellenlangen Zutatenliste? Hinter der sich aber wiederum ein hohes Einsparungspotential verbirgt und die damit automatisch länger werden würde. Ich habe mal den Vorschlag eines ausklappbaren Zettels gemacht, so wie ein Balg. Perforiert zum Aufreißen, wer es denn unbedingt lesen will. Den könnte man dann so lange machen wie man wolle - bzw. die EU vorschreibe und auch noch lesbar drucken. Es wurde belächelt. Genauso belächelt mein Vorschlag dann doch den neuen QR Code als downloadbarer Hinweis zu akzeptieren. Zu unbekannt hieß es damals. Vielmehr hat man sich im ersten Stepp darauf verständigt, den Text draufzuschreiben und Abkürzungen zu erlauben - oder auch gerne genommen in, ebenfalls erlaubt, Zutatenfamilien unter Oberbegriffen zusammenzufassen. Wobei da finde ich - besteht noch Regulierungsbedarf.
Nachteil dieser Vorgehensweise ist, dass die Buchstaben so klein werden, dass man denkt es sei Fliegenscheiße. Tatsächlich verbergen sich aber hinter diesen Flecken von Druckfarbe die Buchstaben und diese ergeben aneinandergereiht die Inhaltststoffe. Bedenkt man aber den neuerlich gealterten Käuferdurchschnitt am Einkaufsregal für nicht "ready to eat" Produkte, dann sind das die "best ager". Was heißt das auf Deutsch?
Untersuchungen haben ergeben, dass die sogenannten "mid ager", das sind Menschen zwischen 20-49 Jahren logischerweise voll im Beruf stehen. Davon gibt es ca. 33,4 Mio. Menschen in Deutschland. Sie haben keine Zeit zum kochen und kaufen wenn überhaupt was zum kochen sogenannte Convenience Produkte. Das heisst es wird was gekauft was man nur noch warm machen muss.
Die "youngster", von denen es so ca. 15 Mio in Deutschland gibt ist die Gruppe von 0 bis zu 19jährigen Menschen. Da wird nicht gekocht! Die essen, wenn sie Glück haben bei der Oma oder gehen zu den Schnellrestaurants. z.B. MC Doof oder Kentuky schreit f****n.

Geld im Lebensmittelhandel wird mit den sogenannten "best agern" verdient. Das sind Menschen wie Du und ich im Alter von 50-69 Jahren, von denen es immer mehr gibt und die jetzt schon 21 Mio. Menschen ausmachen. Diese Menschengruppe, die noch kochen können, teilweise auch schon wieder dazu richtig Zeit haben, über das passende Einkaufsgeld verfügen und deren Augen immer schlechter werden. Alles was ich hier schreibe muss nicht zwangsläufig in der Gruppe auf jeden zutreffen. Das ist mir klar.
Zurück zum Thema. Diesen Umstand kennen Marketingexperten aus dem FF. Demographie und Käuferverhalten, ist sozusagen der Katechismus des Marketingexperten. Und weil sie es selbst nicht glauben können, dass es so ist, wird diese Studie von X Instituten jedes Jahr aufs Neue gemacht. Ja und warum machen diese Hohlköpfe die Schrift immer kleiner - oder schreiben weiß auf gelbem Papier, schwarz auf dunkelblau und mehr solchen Unsinns? Man könnte meinen - sie schämen sich für ihre Zutaten? Wenn man sie fragt, dann aus Marketinggründen. Da ist die CI (coporate identity, die auch die Firmenfarben regelt) dann heiliger als der zufriedene Kunde.

Aber warum rege ich mich denn eigentlich auf? Da gab es heute den Tropfen, der das Faß zum überlaufen brachte. Ich habe mir vor ein paar Wochen ein Glas Erdnusscreme gekauft. Sie war zum Backen gekauft worden. Dann blieb aber dieser klägliche Rest über und der landete heute morgen beim Frühstück. Der Geschmack war fürchterlich! Wie soll ich sagen - der Geschmack war "billig". Nein, nicht weil dieses Glas tatsächlich vom Discounter war. Ich hatte mir ja was dabei gedacht "made in USA" sollte eigentlich doch für Qualität bei diesem Uramerikanischen Produkt bürgen. Vielleicht war das Zeugs ja von Jimmy Charters Nüssen - keine Ahnung! Ein Blick auf die Zutatenliste fördert diese neue, erlaubte Regelung zu Tage. Übergruppen! Da heißt es nun ganz simpel nur noch "Zusatzstoffe" und "Balaststoffe" alles ohne weiterführende Aufschlüsselung, die vielen Nummer mit den giftig klingenden E's davor fehlen. Und dann der wichtige Hinweis - die Erdnuscreme könnte "Spuren von anderen Nüssen enthalten". Ist ja ein Ding! Nüsse in Erdnuscreme - Also doch Jimmy's?? Womit wir thematisch wieder beim Analogkäse wären.
Ich habe den Aufkleber, der kaum noch Platz für das sonst so wichtige - weil appetitanregende - Hochglanzbild hatte, weiterstudiert. Die Lösung des Geschmacks liegt wohl darin begründet wer das Zeugs importiert hat. Eine Firma Dunekacke & W. Nachf. aus Hamburg.
Ja hätte ich das gleich gesehen. In den Dünen ärgere ich mich ähnlich über den Umstand wie heute morgen beim Frühstück.

Ich ärgere mich nicht - das steht hier nur so rum. Vielmehr macht es mir Spaß mich über Unveränderlichkeiten die Nonsens sind scheinbar aufzuregen.
Das ist mehr oder weniger eine Glosse!
Zuletzt geändert von Hardy am Di 12. Feb 2013, 18:29, insgesamt 4-mal geändert.
Backfuzi

Re: Lebensmittelrecht und warum ich mich aufrege

Beitrag von Backfuzi »

Da hast du völlig Recht, Hardy! :dafuer:

Aber, auch wenn du dich noch so viel ärgerst, ES WIRD SICH NICHTS ÄNDERN! :wall: :wall:

Darum, versuche ich, soviel wie möglich selber zu machen, auch wenn's nur Brot, Baguette etc. ist, und die "fertige K...cke" so weit wie möglich in den Kühlregalen liegen zu lassen!

Dafür ist ja auch dieses Forum sehr gut geeignet, hier werde ich ständig "animiert" vieles nachzumachen! Und das macht mir Spaß :ok:
frankenalex

Re: Lebensmittelrecht und warum ich mich aufrege

Beitrag von frankenalex »

naja ich spiel schon lange icht mehr mit sowieso alle balla balla,
Hardy hat geschrieben:Unsere Volksvertreter von der EU haben nun, nachdem endlich wichtige Dinge wie die Bananen- und Gummibärchenverodnung unter Dach und Fach sind, die Länge von Kondomen und Gurken geregelt, die Krümmung der Banane festgelegt, und selbst ein Gesetz über die nicht existierende Seilbahn im geographisch topfebenen Berlin verabschiedet ist, eine neue Idee. Der Europamitgestalter hat sich ein Betätigungsfeld mit langem Zukunftpotetional ausgesucht. Die EU Verordnung über EU Verordnungen rückt einmal mehr ins Licht des Interesses. Es soll rückgeregelt werden! Kann man doch, Du ahnst es, da so richtig den Amtsschimmel wiehern lassen. Damit man aber nicht ganz und gar arbeitslos ist und keine Gefahr besteht sich selbst und sein Spesenkonto wegzuregeln, hat man sich einmal mehr an das geltende Lebensmittelrecht erinnert. So als Nebenkriegsschauplatz - oder etwa um den Sessel recht lange warm zu halten?

Das Lebensmittelrecht erlaubt bisher den Nahrungsmittelherstellern, den verpackten Produkten die Hinzufügung bestimmter Zusatzstoffe. Ja geht's noch? Das schreit ja förmlich nach Regelung!
Wenn in der EU schon die Natur geregelt wird (siehe Bananen - Tomaten und Kürbisse) dann ist es doch nicht mehr als konsequent, dass die nachgeordnete Stufe, nämlich der Lebensmittel herstellende Betrieb geregelt wird. Nicht, dass es noch keine gäbe. Verordnungen für den Produktionsprozess gibt es meiner Meinung nach mehr als genug. Das macht es aber dann auch heikel und trotz der typisch Deutschen (aber auch Englischen) Kontrolleritis tun sich damit mehr Schlupflöcher auf, als man eigentlich schließt. Schließlich ist im Umkehrschluss ja alles erlaubt was nicht geregelt ist. Ganoven (die es da auch gibt) finden immer neue Schlupflöcher. Aber das schreit ja dann auch sofort nach neuerlicher Nachregelung - oder? So gibt es seit ein paar Tagen diese Lasagne mit Rindfleisch, die sich aber tatsächlich als Lasagne mit Pferdefleisch enttarnt. Doch Leute - sind wir doch mal ehrlich, ich esse doch lieber verbotene Rindfleischlasagne vom Pferd als erlaubten Analog-Käse aus dem Chemiebaukasten!

Wie auch immer. Das Schicksal lässt sich nicht aufhalten. Und die EU und ihre Kontroll- und Regulierungsbehörde ist Schicksal. So überlegen heute Verpackungsunternehmen (ich war mal ganz oben in der Hirachie beschäftigt und weiß von was ich rede), wie bekommen wir Verpackung noch schön hin und schaffen dennoch Platz für diese notwendigen Quadratzentimeter, der ellenlangen Zutatenliste? Hinter der sich aber wiederum ein hohes Einsparungspotential verbirgt und die damit automatisch länger werden würde. Ich habe mal den Vorschlag eines ausklappbaren Zettels gemacht, so wie ein Balg. Perforiert zum Aufreißen, wer es denn unbedingt lesen will. Den könnte man dann so lange machen wie man wolle - bzw. die EU vorschreibe und auch noch lesbar drucken. Es wurde belächelt. Genauso belächelt mein Vorschlag dann doch den neuen QR Code als downloadbarer Hinweis zu akzeptieren. Zu unbekannt hieß es damals. Vielmehr hat man sich im ersten Stepp darauf verständigt, den Text draufzuschreiben und Abkürzungen zu erlauben - oder auch gerne genommen in, ebenfalls erlaubt, Zutatenfamilien unter Oberbegriffen zusammenzufassen. Wobei da finde ich - besteht noch Regulierungsbedarf.
Nachteil dieser Vorgehensweise ist, dass die Buchstaben so klein werden, dass man denkt es sei Fliegenscheiße. Tatsächlich verbergen sich aber hinter diesen Flecken von Druckfarbe die Buchstaben und diese ergeben aneinandergereiht die Inhaltststoffe. Bedenkt man aber den neuerlich gealterten Käuferdurchschnitt am Einkaufsregal für nicht "ready to eat" Produkte, dann sind das die "best ager". Was heißt das auf Deutsch?
Untersuchungen haben ergeben, dass die sogenannten "mid ager", das sind Menschen zwischen 20-49 Jahren logischerweise voll im Beruf stehen. Davon gibt es ca. 33,4 Mio. Menschen in Deutschland. Sie haben keine Zeit zum kochen und kaufen wenn überhaupt was zum kochen sogenannte Convenience Produkte. Das heisst es wird was gekauft was man nur noch warm machen muss.
Die "youngster", von denen es so ca. 15 Mio in Deutschland gibt ist die Gruppe von 0 bis zu 19jährigen Menschen. Da wird nicht gekocht! Die essen, wenn sie Glück haben bei der Oma oder gehen zu den Schnellrestaurants. z.B. MC Doof oder Kentuky schreit f****n.

Geld im Lebensmittelhandel wird mit den sogenannten "best agern" verdient. Das sind Menschen wie Du und ich im Alter von 50-69 Jahren, von denen es immer mehr gibt und die jetzt schon 21 Mio. Menschen ausmachen. Diese Menschengruppe, die noch kochen können, teilweise auch schon wieder dazu richtig Zeit haben, über das passende Einkaufsgeld verfügen und deren Augen immer schlechter werden. Alles was ich hier schreibe muss nicht zwangsläufig in der Gruppe auf jeden zutreffen. Das ist mir klar.
Zurück zum Thema. Diesen Umstand kennen Marketingexperten aus dem FF. Demographie und Käuferverhalten, ist sozusagen der Katechismus des Marketingexperten. Und weil sie es selbst nicht glauben können, dass es so ist, wird diese Studie von X Instituten jedes Jahr aufs Neue gemacht. Ja und warum machen diese Hohlköpfe die Schrift immer kleiner - oder schreiben weiß auf gelbem Papier, schwarz auf dunkelblau und mehr solchen Unsinns? Man könnte meinen - sie schämen sich für ihre Zutaten? Wenn man sie fragt, dann aus Marketinggründen. Da ist die CI (coporate identity, die auch die Firmenfarben regelt) dann heiliger als der zufriedene Kunde.

Aber warum rege ich mich denn eigentlich auf? Da gab es heute den Tropfen, der das Faß zum überlaufen brachte. Ich habe mir vor ein paar Wochen ein Glas Erdnusscreme gekauft. Sie war zum Backen gekauft worden. Dann blieb aber dieser klägliche Rest über und der landete heute morgen beim Frühstück. Der Geschmack war fürchterlich! Wie soll ich sagen - der Geschmack war "billig". Nein, nicht weil dieses Glas tatsächlich vom Discounter war. Ich hatte mir ja was dabei gedacht "made in USA" sollte eigentlich doch für Qualität bei diesem Uramerikanischen Produkt bürgen. Vielleicht war das Zeugs ja von Jimmy Charters Nüssen - keine Ahnung! Ein Blick auf die Zutatenliste fördert diese neue, erlaubte Regelung zu Tage. Übergruppen! Da heißt es nun ganz simpel nur noch "Zusatzstoffe" und "Balaststoffe" alles ohne weiterführende Aufschlüsselung, die vielen Nummer mit den giftig klingenden E's davor fehlen. Und dann der wichtige Hinweis - die Erdnuscreme könnte "Spuren von anderen Nüssen enthalten". Ist ja ein Ding! Nüsse in Erdnuscreme - Also doch Jimmy's?? Womit wir thematisch wieder beim Analogkäse wären.
Ich habe den Aufkleber, der kaum noch Platz für das sonst so wichtige - weil appetitanregende - Hochglanzbild hatte, weiterstudiert. Die Lösung des Geschmacks liegt wohl darin begründet wer das Zeugs importiert hat. Eine Firma Dunekacke & W. Nachf. aus Hamburg.
Ja hätte ich das gleich gesehen. In den Dünen ärgere ich mich ähnlich über den Umstand wie heute morgen beim Frühstück.

Ich ärgere mich nicht - das steht hier nur so rum. Vielmehr macht es mir Spaß mich über Unveränderlichkeiten die Nonsens sind scheinbar aufzuregen.
Das ist mehr oder weniger eine Glosse!
Diavolo

Re: Lebensmittelrecht und warum ich mich aufrege

Beitrag von Diavolo »

Im Endeffekt dreht sich alles nur noch um EINS:

Unsere Volksverdreher und deren Wirtschafts-Spezln wollen alle nur unser Bestes.
Nämlich unser Geld.

Wenn man das mal kapiert hat, wundert man sich über nichts mehr.

Unternehmen dagegen kann der Einzelne nix, und solange es allen noch so einigermaßen gut geht (Brot und Spiele,
oder moderner: Hartz4 und Dschungelcamp), wird sich auch daran nix ändern.

Bleibt nur, sich damit zu arrangieren und das Beste draus zu machen.
:mmeinung:
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ar1
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Re: Lebensmittelrecht und warum ich mich aufrege

Beitrag von ar1 »

Ich finde man sollte fair miteinander umgehen.
Auf der Verpackung sollte nicht der Eindruck erweckt werden, dass Käse enthalten ist oder Formfleisch. In diesem Fall ist ja beides nichts schädlich, aber ich will sofort sehen was ich kaufe.
Nicht erst beim Studieren der Zutatenliste. Dafür muß ich auch wissen, dass Analogkäse aus pflanzlichen Fetten und Formfleisch mit Enzymen versetzt ist.

Der Kunde entscheidet ja und es gibt auch Kunden, die nach der Billigmentalität einkaufen,
die sollen es auch machen. Aber dann sollte z.B. vorne in großen Lettern draufstehen "mit Formatfleisch und Analogkäse", so dass alle Kunden gleich sehen was sie (nicht) kaufen.

Leider kann man auch auf dem Wurstverpackungen nicht sehen, ob das Schwein vom 1,99 Packung besser gelebt hat als die für 0,99. Meistens verdient der Verarbeiter nur 1€ mehr.
Die Kunden sind meistens bereit mehr Geld auszugeben, aber das sollte auch beim Bauern für die erbrachte Leistung ankommen.
Die halten die Tiere ja auch nicht aus Spaß so eng, sondern weil sie überleben wollen.
Und wenn sie dann noch mit den Preisen der Spekulanten und Tierfabriken mithalten müsssen,
dann kommt nichts Gutes bei raus.

Ich gucke an der Straße mal links und rechts.
Ab und zu sieht man mal ein paar Schweine, Hühner, Enten und man weiß wo es den Tieren gut geht.
Und ich frage dann nicht beim Bauern nach warum bei ihm die Produkte teurer sind.
(und Kartoffeln etc. sind meistens noch günstiger als im Discounter. Das sind die, die optisch nicht für die anspruchsvollen Supermarktkunden sind)
Gruß

Adrian

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Nimm das Leben nicht zu ernst, du kommst da eh nicht lebend raus!
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Re: Lebensmittelrecht und warum ich mich aufrege

Beitrag von Klaus »

Mich wundert garnichts mehr!
Wenn Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken ( Noka)
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Siggi
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Re: Lebensmittelrecht und warum ich mich aufrege

Beitrag von Siggi »

Da komme ich nur mit einem Gebet weiter!

Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.
Den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Grüße vom Siggi

Dienen heißt Leben!
Wer nach allen Seiten offen ist, kann nicht ganz dicht sein.
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